Tierschutz kennt keine Grenzen 

Hayvanları korumanın sınırı yoktur
 

 

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Vom 12. bis 17.11.2015 waren einige Mitglieder von Tierhilfe Türkei e.V. in Özdere. Unser Mitglied Özlem Kesici flog am 12.11.2015 von Berlin nach Izmir. Am Freitag, den 13.11. kamen dann Sabine Yasmin Erönal und ihre Nachbarin Ute sowie Andrea Mohr und Ulrike Arnold von Frankfurt aus nach.

Am Flughafen Izmir hatten wir ein Leihauto gemietet und Özden Omay sowie Ayse Sibel Soylemezoglu holten uns vom Flughafen ab. Immerhin hatte jeder von uns 30 kg Sachspenden bzw. Transprtboxen alszusätzliches Gepäck. Gleich am ersten Abend trafen wir uns mit Funda Ersoy, die Tierschutzbeauftragte für die Region Izmir ist. Thema Nr. 1 war natürlich das Tierheim in Özdere. Immerhin hat es einige Jahre gedauert, bis die Gemeinde endlich eingesehen hat, dass ausser einem Arbeiter auch Futter und medizinische Versorgung in einem Tierheim notwendig ist.

Da Sabine erstmal in Izmir geblieben ist, sind Andrea Mohr und ich hinter Ayse, bei der wir wohnten, hergefahren. Mitten in der Nacht ging es durch Berge und an der Küstenstraße entlang. Mehr als einmal mussten wir Hunden auf der Straße ausweichen, die es sich teilweise zum Spass machen, hinter Autos herzujagen und so tun als würden sie in die Reifen beissen. In der Nähe von Doganbey mussten wir dann öfter abrupt abbremsen weil Ayse plötzlich bremste, aus ihrem Auto rausschoss und Trockenfutter im Gebüsch verteilte.

In drei Tagen kannman natürlich nicht so viel vor Ort machen und unser Terminkalender war ziemlich voll. Aber die Mitglieder sollten sich ja auch nur einen Überblick verschaffen.

Am Samstag früh stand dann auch schon ein kurzer Treff in Payamli und das Tierheim auf der Tagesordnung. Auf Payamli haben Sabine und Özlem dann auch schon auf uns gewartet und wir haben erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Für Ulrike war das alles schon Routine aber wenn man das erste mal dort ist, muss man die Eindrücke auch erst verarbeiten und es gibt viel zu erzählen. Dabei durften dann schon alle Zeuge der Dinge werden, die öfter mal auf Payamli vorkommen können. Eine kleine Babykatze ist durch den Zaun geschlüpft und wurde von Elfi und Biber attackiert. Bis wir alle begriffen hatten um was es eigentlich ging, ist schon eine Zeit vergangen. Ich habe dann die kleine Katze, die blutig aber auch bewegunslos da lag, nachdem die Hunde auf Schreien, mit Schuhen werfen usw. losgelassen hatten, hoch genommen und im ersten Moment dachte ich nur noch, wie kann ich sie von ihren Leiden erlösen. Özden war dann auch gleich zur Stelle und die kleine Katze wurde dann versorgt und bekam in der Dusche ihr Krankenlager. Sie hat überlebt. Bis ich am 22.11.2015 wieder zurück geflogen bin, ging es ihr schon wesentlich besser.

Am späten Nachmittag kamen wir dann im Tierheim an. Bereits vor der Türe waren wir geschockt. Angeblich seit einigen Tagen sass dort im Dreck eine Kangalhündin. Völlig abgemagert und so wie es im ersten Augenblick auch aussah, hatte sie ausser Räude auch noch eine andere Hautkrankheit. Für das arme Tier besorgten wir ersteinmal eine Palette dami sie wenigstens trocken liegen konnte. Es gab eine hitzige Diskussion was man mit dem armen Hund machen sollte. Angesichts des traurigen Anblicks tröstete es auch nicht, dass die Tiere im Tierheim gut genährt aussahen und sich natürlich riesig über die mitgebrachten Leckerchen (u.a. Rinderlunge von Andrea) wie Bolle freuten.

Am frühen Abend war dann "Tierschützertreffen" bei "Kumsal" angesagt. Der Termin bei Kumsal stand schon monatelang fest. Es sollte ein Austausch zwischen den Tierschützern stattfinden und auch allgemeine Dinge geklärt werden. Özden Omay und Martina Riemer, Saadet Ersoy, Ayse, Dr. Hüseyin, Dr. Turan, Sema Ak, Ali Burgo (der Steuerberater von Mesahaykoder) und  der Kassenwart von Mesahaykoder, Özcan Cinar sind gekommen. Wenn man sich aber das erste mal sieht bzw. kennen lernt und sich in drei Sprachen unterhält bzw. übersetzt werden muss, kann eigentlich kein Ergebnis zustande kommen. Großer Diskussionsbedarf herrschte wegen der Kangalhündin. Wenn Özden sich nicht bereit erklärt hätte, die Hündin untersuchen zu lassen und dann nach Payamli zu nehmen, hätte ich dazu tendiert sie einschläfern zu lassen. Was soll das für ein Leben sein ? Vor einem Tierheim angekettet, kein trockenes Plätzchen zu haben und Wasser, das schon vollkommen verschleimt war ? Wir waren dann froh, dass wir verhältnismässig früh angefangen hatte, denn Martina musste noch in der Nacht von Özden an den Flughafen gebracht werden um wieder nach Hannover zu fliegen.

 

 

Fortsetzung folgt

 

 

Özdere – 11.09.15

Am 11. September reiste unsere 1. Vorsitzende Ulrike Arnold wieder für 10 Tage nach Özdere. Hier ihr Bericht:


 Vergangen wie im Flug und trotzdem unauslöschlich in meiner Erinnerung. Am Freitagabend wurde sich erst einmal ausgiebig unterhalten was alle anstehen sollte in der Zeit in der ich da bin. Das hätten wir gleich sein lassen können, denn planen kann man wirklich nicht.

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Özdere – 10.05.15

Im Mai 2015 war unsere 1. Vorsitzende Ulrike Arnold erneut in Özdere. Lesen Sie, was sie zu berichten hat:


Vom 10.05. bis 23.05.2015 bin ich wieder in Özdere gewesen. Obwohl Özden und ich davon vom 15.05.-18.05.2015 in Kappadokien waren um uns eine „Auszeit“ zu nehmen, waren die restlichen Tage in Özdere wieder total stressig, traurig aber auch schön.

Natürlich hatte ich wieder Sachspenden im Gepäck. Dr. Hüseyin und Dr. Efrim haben sich über die Spritzen sehr gefreut und auch die Desinfektionsmittel und das Futter kamen gut an. Da ich ja eher die Katzenliebhaberin bin, habe ich für meine Schätzchen ziemlich viel Leckerlies mitgenommen. Die Katzen hatten ziemlich schnell raus, dass diese Leberwurst aus der Tube hervorragend schmeckt und dachten, immer wenn sie mich gesehen haben, jetzt gibt es wieder eine Tube. Das hatte zur Folge, dass die mir regelrecht am Bein hochgekrochen sind und fast 20 Katzen mich permanent belagert haben. Da sie dıe Tubenwurst nun gar nicht gewöhnt waren und  Durchfall davon  bekamen, war die Freude bei mir und Özden nicht so groß.

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Özdere – 26.12.14

Im Dezember 2014 reiste unsere 1. Vorsitzende Ulrike Arnold nach Özdere. Hier ihr Bericht:


 Vom 26.12.2014 bis  06.01.2015 war ich in Özdere/Payamlı. Ich besuchte Özden Omay, die Vorsitzende vom türkischen Tierschutzverein MeSaHayKoDer. Diesmal nicht nur als Freundin und Unterstützerin von 1 Euro für Özdere sondern auch als Vorsitzende unseres neu gegründeten Vereins Tierhilfe Türkei e.V.

Im Gepäck hatte ich diesmal – außer Sachspenden – auch eine größere Summe, die aus einer Aktion von meinen Freunden aus dem Galopprennsport kam.  Die 1.160 Euro mussten wir komplett für Futter ausgeben, da es im Winter in Özdere von den Hotels kein Futter gibt und die Futterschulden wieder angewachsen waren.

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